Formen des Mönchtums
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Präsident Al-Sisi wirbt für Toleranz
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Die Entstehung des Mönchtums

Aus St. Antonius Kloster, Rotes Meer - Ägypten

Aus St. Antonius Kloster, Rotes Meer - Ägypten

Wer sich mit der Geschichte des Mönchtums beschäftigt, kann feststellen, dass die Ära des koptischen Mönchtums nach der Ära des Martyriums und der Evangelisierung kam.

Das christliche Glaubensbekenntnis zu dieser Zeit galt als die Standhaftigkeit und Beharrlichkeit gegen die Ausbeutung des Christentums. Dagegen versuchte der Paganismus vergeblich, das Christentum zu vernichten. Der Hauptgrund dafür war das Vertrauen auf den Erlöser. Darüber hinaus lebten die Christen in Frieden und Heiligkeit ohne Destabilisierung bis zum Zusammenbruch des Heidentums und danach folgte eine Stabilisierung. Damit änderte sich das Glaubensbekenntnis der Menschen von einem Bekenntnis vor der Welt zu dem Fokus auf die Gedanken und das Meditieren in Gott. Damit war die Ära der Märtyrer beendet und die Ära der Zurückgekommenen begann.

Das Gebet gilt nicht in erster Linie als ein Mittel für Bedürfnisse, sondern es führt zum Himmelreich und das ist das Motiv, den Namen Jesus zu heiligen. Dadurch reduziert sich das Denken an das Materialistische und die seelische Welt tritt mehr in den Vordergrund.

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Aus diesem Grund entstand im Mönchtum die Idee des Verzichts auf die Welt und des Fokus auf Gott. Im Mönchtum entfernt man sich von weltlichen Diskussionen und Geht in einen Dialog mit Gott über. Deshalb wird das Mönchtum als enge positive Beziehung mit Gott und nicht als Flucht bezeichnet. Die Seele heiligt dabei Gottes Namen und blüht dabei auf. Das Leben der Mönche kann man mit einem Künstler vergleichen, der seine Gefühle stillschweigend durch Striche und Farben ausdrückt.

Der Mönch betrachtet Jesus im Detail und hört deshalb seine Worte im Herzen und heiligt seinen Namen. Das war von Anfang an die Hauptidee des Mönchtums, das der koptische Mönch Antonius gegründet hat, der im Jahr 251 geboren wurde und im Jahr 356 entschlafen ist. Er hat folgenden Vers aus der Bibel (Matthäus 19:21) gehört: „Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!“ Er machte das und ging in die östliche Wüste am roten Meer in Ägypten und gründete das Mönchtum.

Dieser Heilige wird auch für den Vater aller Mönche gehalten. Der heilige Athanasius schrieb seine Lebensgeschichte im Buch Vita Antonii auf. Seine Lebensgeschichte wurde nach Rom geschickt und daraufhin wurde das Mönchtum in ganz Europa verbreitet. Es führte auch zur Bekehrung des heiligen Augustinus. Der Gründer der Klöster ist allerdings der heilige Pachomios der Große aus Oberägypten. Er legte die Regeln des Mönchtums fest und der heilige Johannes Kassian brachte sie anschließend nach Frankreich und damit nach ganz Europa.

Wer sich mit der Geschichte des Mönchtums beschäftigt, kann feststellen, dass die Ära des koptischen Mönchtums nach der Ära des Martyriums und der Evangelisierung kam.