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Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer

Die 21 -Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer

Die 21 -Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer

Ein Wunder gegen die Trostlosigkeit

In wenigen Tagen kann jeder Leser in Deutschland für 20 Euro im Buchhandel ein wirkliches Wunder erwerben und sich davon stärken lassen. Das ist kein Scherz, auch wenn es hier nicht um eine unerklärliche Spontanheilung geht, sondern um die Linderung einer Trostlosigkeit, die in letzter Zeit immer größere Kreise der Christenheit Europas ergreift.

Das Buch heißt „Die 21“ und wurde von dem Frankfurter Romancier Martin Mosebach verfasst der in bisher elf Romanen und zahllosen Erzählungen bewiesen hat, dass er die Worte wie ein Zauberer zu setzen weiß. Dafür ist er zu Recht mit den begehrtesten Preisen Deutschlands ausgezeichnet worden.

Sein neues Buch, das den Lesern der Tagespost bald in einem ausführlichen Interview vorgestellt wird, ist aber kein Roman, sondern eine Reportage, und ein Werk, bei dem auch sonst alles anders ist Hier vertieft er sich nicht in die verborgenen Abgründe des Seelenlebens der deutschen Intelligenzija, sondern bemächtigt sich eines der berühmtesten Bilddokumente, die die „Kunst“ in den letzten Jahren hervorgebracht hat Jedes Kind mit einem Smartphone in der Hosentasche kennt die Bilder. Es ist ein kurzer Clip.

Mosebach schreibt hier über jenes Propaganda-Video, das Komplizen der ISIS im Februar 2015 angefertigt haben, als 21 ihrer vermummten Henker 21 koptischen Christen am Strand der Küste Libyens die Kehle durch. schnitten und die Wellen des Mittelmeers blutrot einfärbten. Her Clip ist genial orchestriert, als ein mörderisches Gesamtkunstwerk des Teufels.

Er sollte für den Terrorfeldzug der Islamisten werben und ist doch in geheimnisvoller Verwandlung zu einem der stärksten christlichen Zeugnisse der heutigen Welt geworden. Auf dieses Video fokussiert Martin Mosebach sein neues Buch, und er ist dafür wie ein guter alter Reporter nach Ägypten gereist, um dort die Hinterbliebenen der Märtyrer zu befragen.

Es wurde zur Suche nach einer verlorenen Zeit und einer vergessenen Welt voller Heiliger und Wunder und Märtyrer, die er im Herzland der alten Christenheit am Nil entdeckte. Inspiriert und herausgefordert zu dem Meisterwerk wurde Mosebach aber nicht durch die Abendnachrichten, oder von den Titelseiten der FAZ oder SZ, sondern von einem winzigen Hauch, dem letzten Seufzer auf den Lippen eines der Märtyrer, dem auch wir im Sommer 2015 nicht widerstehen konnten. Seinen abgetrennten Kopf setzten wir mit den Worten „Einer von uns“ auf den Titel des „Vatican-Magazins“.

Der junge Mann hieß Kiryollos Boushra Fawzy. Er war am 11. November 1991 in dem oberägyptischen Dorf El-Or geboren, wurde 24 Jahre alt und starb gelassen mit einem letzten „ Jarap Jesoa“ auf seinen Lippen. Das heißt: Herr Jesus! Dann aber wird dieses Buch von Martin Mosebach immer noch von den 21 Märtyrern und ihrer koptischen Kirche weiter erzählen, die er uns hier als einen lebendigen Quellfluss der Christenheit vorstellt, der bis heute noch von Blut gespeist wird und der dem durchbohrten Herzen Christi selbst entspringt.

Leseprobe Link

Die 21 -Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer – Buch von Martin Mosebach