Märtyrer-Gottesdienst in München
Märtyrer-Gottesdienst in München
22. September 2015
Loretto-Kapelle - Institut der Englischen Fräulein Grundsteinlegung 27. Juli 1851, Einweihung 10. August 1852 (Nach einem Holzstich von 1855) © HEKO Verlag, Helmut Kolmeder, München, 1984
20 Jahre St. Mina Gemeinde in München
24. September 2015

Koptische Kunst – Ikonen

Zweizonige Wandmalerei in Bawit, 6./7. Jh - Apollon-Kloster

Zweizonige Wandmalerei in Bawit, 6./7. Jh - Apollon-Kloster

Die ersten Christen erkannten schnell, dass sie den Menschen, die überwiegend weder lesen noch schreiben konnten, den Glauben nicht ohne visuelle Mittel nahebringen konnten.

So entstanden Ikonen, in den ersten drei Jahrhunderten des Christentums vor allem als Wandmalereien. Die koptische Ikonografie, die wesentlich von der klassischen hellenistischen Welt und dem alten Ägypten beeinflusst ist, erlebte ihre Blüte zwischen dem 4. Und 7. Jahrhundert. Typisch für die koptisch-orthodoxe Ikonenkunst ist ihr Fokus: es geht in der Ikonen Kunst nicht in erster Linie um die genaue Darstellung der äußeren Identität einer Person, sondern ihrer Seele. Im Bild offenbart sich diese dem Betrachter.

Kennzeichen der koptischen Tradition sind die frontale Ansicht des Dargestellten, ein großer Kopf und große Augen, die die innere Vision der Person symbolisieren. Jede Ikone ist eine spirituelle Vision des Künstlers, die den Betrachter einlädt in diese Welt. Sie ist bildliche Darstellung oder Interpretation der unsichtbaren Natur Gottes. Dabei sind die Regeln der Ikonenkunst wie die Grammatik einer Sprache.

Die ersten Christen erkannten schnell, dass sie den Menschen, die überwiegend weder lesen noch schreiben konnten,