Interview mit Dr. Adly Wahba
Interview mit Dr. Adly Wahba
22. März 2015
Gedenkgottesdienst in München. 100. Jahrestag des Genozids an den Armeniern
Gedenkgottesdienst in München
1. Juni 2015

Tag der Auferstehung

Tag der Auferstehung. Ein günstiger Anfang!

Tag der Auferstehung. Ein günstiger Anfang!

Ein günstiger Anfang!

Lassen wir unser Licht am Festtag leuchten. Umarmen wir einander. Bezeichnen wir als Brüder auch jene, die uns hassen, und selbstverständlich die, welche aus Liebe gearbeitet und gelitten haben. Fügen wir uns in allem der Auferstehung, verzeihen wir einander!

Gestern wurde ich mit Christus gekreuzigt, heute werde ich mit ihm verherrlicht. Gestern wurde ich mit ihm getötet, heute werde ich mit ihm zum Leben gerufen. Gestern wurde ich mit ihm begraben, heute werde ich mit ihm auferweckt.

Wohlan, bringen wir Opfer dem, der für uns gelitten hat und auferstanden ist! Ihr denkt vielleicht an Gold oder Silber oder feines Gewebe oder glänzende und kostbare Steine, an vergängliche, irdische, niedrige Stoffe, woran immer die Bösen und die Diener der Erde und des Fürsten dieser Welt größeren Anteil haben. Opfern wir uns selbst, den Gott teuersten und eigensten Besitz! Geben wir uns Gott ganz, die wir nach seinem Bilde geschaffen sind, erkennen wir unsere Würde, halten wir das Urbild in Ehren! Erfassen wir die Bedeutung des geheimnisvollen Festes und den Zweck des Todes Christi!

Werden wir wie Christus, da Christus uns gleich geworden ist! Werden wir seinetwillen unserem Gott ähnlicher, da er unseretwegen Mensch geworden ist!

Das Geringere nahm er an, um das Bessere zu geben. Er wurde arm, damit wir durch seine Armut reich würden. Er nahm die Gestalt eines Knechtes an, damit wir die Freiheit erhielten. Er stieg auf die Erde herab, damit wir erhöht würden. Er ließ sich versuchen, damit wir siegen können. Er ließ sich entehren, um uns zu ehren. Er starb, um uns zu retten. Er fuhr zum Himmel auf, um die, welche von der Sünde zu Boden gestreckt wurden, an sich zu ziehen. Alles möge man ihm geben, ihm opfern, der sich als Lösegeld und Sühne für uns hingegeben hat! Keine Gabe aber wird wertvoller sein als die eigene Person, sofern sie das Geheimnis erfaßt und um Christi willen alles ist, was er unseretwegen geworden ist.

Kirchenvater Gregor von Nazianz (gest. 390): Zum heiligen Osterfest

Ein günstiger Anfang!